Wildtier-Hilfe Informationen
Information zu scheinbar hilfsbedürftigen Wildtieren
Viele Naturfreunde stehen bei der Begegnung mit scheinbar hilfsbedürftigen Wildtieren vor der Frage, was zu tun ist und glauben das Tier an passender Stelle zur Pflege abgeben zu müssen. Grundsätzlich gilt:
Gefundene Wildtiere sollten möglichst in der Natur verbleiben.
Juni 2026
Gebäude-Bruten und ein erfolgreicher Rettungseinsatz
Gebäude-Bruten – ein Thema, was in den letzten Jahren immer wichtiger wird. Grundsätzlich gibt es Vögel, die an/in unseren Gebäuden brüten, und das bereits seit dem wir Bauwerke errichten. Ein Grund dafür dürfte die menschliche Bauweise sein, mit welcher ein witterungsgeschützter, stabiler und somit beständiger Brutplatz geschaffen wird. Die Anzahl der Gebäudebruten nimmt in den letzten Jahren offensichtlich zu, der Grund dafür dürfte der schwindende, natürliche Lebensraum sein. Versiegelte Flächen (u.a. durch veputzte, glatte Häuser, Parkplätze, usw.), gepflegte Parkanlagen (ohne Totholz = fehlende Höhlen, wenig oder offene Sträucher usw.) oder immer größer werdenden Monokulturen sowohl in der Land- als auch in der Forstwirtschaft. Dies macht es der Vogelwelt immer schwerer, Nistplätze zu finden.
Juni 2026
Wärme transportieren
Hält der Frühling Einzug, erwacht auch wieder die Insektenwelt - so auch die Ameisen. Entdeckt man dann einen Ameisenhügel, kann es sein, dass sich auf diesem an einer sonnigen Stelle ein großer, schwarzer Fleck befindet. Schaut man - in gebührendem Abstand und von Weg aus - genauer hin, wird man feststellen, dass sich dieser „schwarze Fleck“ bewegt und aus unzähligen Ameisen besteht.
Ein Ameisenbau besteht in der Regel etwa aus gleichen Teilen aus einem Ameisenhügel und dem Bau innerhalb des Erdreichs. Um beide Bereiche im Inneren schneller zu erwärmen, setzen sich die Ameisen an eine sonnige Stelle außerhalb des Baus, wärmen ihre Körper auf und laufen dann ins Innere des Baus, wo die Wärme wieder abgeben wird – sie „heizen“ sozusagen mit der in den Bau transportierten Körperwärme den Bau! Auf den Fotos sind in diesem Fall Waldameisen beim „heizen“ zu sehen.
Mai 2026
Farbvariationen des Mäusebussards
Schon gewusst …dass der Mäusebussard (Buteo buteo) in Färbung und Zeichnung seines Gefieders nicht einheitlich beschrieben werden kann?
Viele regionale Greifvögel können von der Färbung und der Zeichnung her relativ sicher in einem Artprofil beschrieben werden. Beim Mäusebussard hingegen kann sich das Gefieder von sehr dunkelbraun bis fast komplett weiß, gefleckt, einheitlich gefärbt oder auch mit Kragen zeigen.
Mai 2026
Ästlinge – ist Hilfe wirklich notwendig?
Wir wollen helfen – ein nachvollziehbarer Gedanke bzw. Wunsch, wenn man ein Wildtier in einer vermeintlichen Notlage entdeckt. Vermeintlich ist aber in vielen Fällen die richtige Aussage!
Ästlinge – sie sind hierbei immer wieder Thema bei genau diesen vermeintlichen Notrufen. Es gibt jedoch viele Vogelarten, bei denen der Nachwuchs nicht sofort aus dem Nest abfliegt, sondern erst noch für einige Zeit/Tage in den Ästen um das Nest herum unterwegs ist. Bei diesen Ausflügen wird die Muskulatur trainiert und das Fliegen geübt.
August 2023 (aktualisiert)
– ein Lebensraum, der es „in sich“ hat!
Hört man von einem Biotop (Lebensraum) mit über 5.000 Tier-, Pflanzen- und Pilzarten, mag man es im ersten Moment gar nicht glauben – ja, es geht um Streuobstwiesen! Doch was ist eine Streuobstwiese eigentlich?
Ursprünglich stammt diese Form des Obstanbaus aus dem Orient und wurde von den Römern nach Europa gebracht. Mit der Sesshaftigkeit begann der Mensch, nicht nur die „wilden“ Früchte zu nutzen, sondern diese auch bewusst anzubauen bzw. anzupflanzen und auch die Ursprungssorten weiterzuzüchten. Ob auf kleinen Flächen in den Gartenanlagen von Klöstern oder Burgen, als Obstgärten in Städten oder auf weitläufigen Bereichen auf dem Land – Streuobstwiesen gehören seit geraumer Zeit an vielen Stellen zur Kulturlandschaft.
Riesen-Bärenklau mit großer Verletzungsgefahr!
In Frankfurt (Oder) und Umgebung gibt es bereits einige Standorte, an denen man den Riesen-Bärenklau finden kann! Seit mehreren Jahren werden die örtlich bekannten Standorte durch Mitglieder unseres Regionalverbandes betreut und die Pflanzen beseitigt. Konkret bedeutet dies, dass die Jungpflanze an der Wurzel abgestochen wird und im Jahresverlauf die Blütenköpfe oder Samenstände der Pflanzen abgeschnitten und vernichtet werden. Jährlich sind dies mehrere hundert Pflanzen.
Es konnten bereits Erfolge erzielt werden - einige Standorte sind bereits fast erloschen. Die Arbeit gegen den Riesen-Bärenklau sollte aber weitergehen, Standorte kontrolliert und an vielen Stellen (über 10) weiter Pflanzen beseitigt werden (Stand 2021).
März 2025
Beobachtung mit Seltenheitswert
Einen Marder in der Natur entdecken und beobachten zu können, ist ein eher seltenes Ereignis. Mit ihrer Fell-Färbung sind sie in der Regel sehr gut getarnt. Zusätzlich sind sie oft dämmerungs-/nachtaktiv und äußerst flink.
Bei fünf Marder-Arten ist es dennoch gelungen, ihr Vorkommen im Raum Frankfurt (Oder) auch mit Fotos zu belegen.
Der Winter und seine besonderen Gäste
Die kalte Jahreszeit bringt für einige Arten in der Vogelwelt eine große Schwierigkeit mit sich – die Nahrungssuche! Zum Beispiel auf Insekten angewiesene Vogelarten finden bei entsprechend niedrigen Temperaturen kein Futter und verbringen die kalte Jahreszeit daher in südlicheren Gefilden. Aber auch dicke Schneeschichten und zugefrorene Gewässer können die Nahrungssuche schwierig gestalten. Es gibt daher Vogelarten, die wegen Nahrungsmittelmangel verschiedene Jahreszeiten an unterschiedlichen Orten verbringen und im Winter wegziehen.
In der Ornithologie (Vogelkunde) wird zwischen Standvögeln, Teilziehern/ Kurzstreckenziehern und Langstreckenziehern unterschieden.
