Mai 2026
Pohlitzer Mühlenfließ entlang des Eisvogelpfades
Einmal im Jahr wählt der NABU Frankfurt (Oder) einen besonderen Naturraum in der Region aus und organisiert dort für ein Wochenende ein Feldlager.
Ziel dieses Feldlagers ist es, die Artenvielfalt eines Gebietes nicht nur zu betrachten, sondern auch zu erfassen, Naturinteressierten die Möglichkeit für fachkundig begleitete Exkursionen zu geben, Fragen vor Ort mit direktem Bezug zur Natur zu beantworten und in gemütlicher Runde eine entspannte Zeit zu verbringen.
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Naturbeobachtungen und Artenerfassungen
Für das Feldlager 2026 wurde diesmal das Gebiet am Pohlitzer Mühlenfließ gewählt. Die vielfältigen Lebensräume entlang des Eisvogelpfades bieten zahlreiche Möglichkeiten für Naturbeobachtungen und Artenerfassungen.
Nach dem Aufbau des Lagers am Freitag trafen die ersten Teilnehmenden ein. Neben NABU-Mitgliedern konnten auch Gäste, langjährige Wegbegleiter sowie eine Vertreterin des Natura-2000-Netzwerks begrüßt werden. Der Abend klang bei einem gemeinsamen Grillen in geselliger Runde aus.
Bereits am Freitagabend begann die Erfassung nachtaktiver Insekten. Hierzu wurden Lichtanlagen („Leuchttürme“) aufgebaut, die Nachtfalter anlocken und deren Bestimmung ermöglichen. Die Untersuchung wurde am Samstagabend fortgesetzt und brachte zahlreiche interessante Beobachtungen.
Am Samstag fanden weitere Exkursionen durch das Gebiet statt. Dabei konnten verschiedene Tier- und Pflanzenarten dokumentiert werden. Besonders erfreulich war der Nachweis des Moorfrosches. Zudem wurde im Gebiet erst kürzlich das Vorkommen eines seltenen Perlmutterfalters festgestellt. Um die Lebensraumbedingungen für diese und andere spezialisierte Arten langfristig zu verbessern, sind künftig Pflegemaßnahmen wie die Entbuschung ausgewählter Flächen vorgesehen.
Zur Erfassung von Amphibien wurden am Abend Reusen in einem angrenzenden Teich ausgelegt. Ziel war der Nachweis des Kammmolchs. Bei der Kontrolle am nächsten Morgen konnten zwar keine Kammmolche festgestellt werden, dafür gingen rund 30 Teichmolche in die Reusen. Auch diese Beobachtung liefert wertvolle Hinweise auf die Amphibienfauna des Gebietes.
Neben den fachlichen Aktivitäten bot das Wochenende ausreichend Gelegenheit zum Austausch, zum Kennenlernen und zum Wiedersehen alter Bekannter. So war das Feldlager auch in diesem Jahr eine gelungene Verbindung aus Naturschutz, Artenkenntnis und gemeinschaftlichem Engagement.
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Der NABU Frankfurt (Oder) bedankt sich bei allen Teilnehmenden und Unterstützern und freut sich bereits auf das nächste Feldlager.
Fotos: © NABU Frankfurt (Oder)
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